3 Monate Fitchburg/MA

Fitchburg 09

Lange Schultage

Gestern und heute war ich also das erste Mal ohne Begleitung von einem der beiden Gastbrüder im Unterricht. Erst bekam ich einen Stundenplan, nach dem ich menschliche Anatomie, Mathe, Englisch und US-Geschichte hatte. So weit so gut - alles prima. Bis ich in der letzten Stunde das erste Mal Anatomie habe. Wir kriegen als Hausaufgabe das Bauen zweier 3D-Modelle von Molekülen und 36 (!!!) Fragen zu beantworten, von denen ich 3 (!!) verstanden habe aber nicht beantworten konnte. Außerdem muss ich jeden Montag einen Vortrag halten über einen Artikel, der ein menschliches Organ handelt und sich in der Zeitung befand. Gut, dass Mrs. Leahy, die sich seit wir an der Schule sind, um uns(eren Stundenplan) kümmert, gesagt hat, wir können jederzeit wechseln. Also habe ich jetzt anstatt dessen das Fach Microsoft Office 2007, wo ich glaube ich trotz Sprachanpassung ziemlich gut drin bin und ich weder eines der zuweilen bis zu 1300 Seiten (Mathe, Geschichte, Anatomie) fassenden Schulbücher mitschleppen, noch irgendwelche Hausaufgaben machen muss. Die erste Stunde darin hatte ich heute. Dieser Kurswechsel - den Lorena auch vollzogen hat - führt jetzt dazu, dass wir nur noch 2 statt alle Kurse zusammenhaben, aber das ist schon in Ordnung so. Mein Stundenplan ist jetzt Englisch, Mathe, Geschichte, Microsoft Office, also nicht schlecht finde ich. Dennoch ein eigenartiges System. Nach dem Quartal gibt es das Fach MS Office nicht mehr, sodass ich die letzten 3 Wochen nicht mehr dort, sondern im Journalismuskurs sitzen werde. Auch gut.

Geschichte war bisher recht interessant, auch wenn ich in der 1. Stunde nicht so viel und heute auch nur durchschnittlich viel wusste. Ist halt das Problem, dass diese Leute alle aus Amerika kommen und deshalb in US-Historie - nebenbei gesagt im Elitekurs der Ältesten - nicht ganz blöd sind. Aber ich falle nicht nach unten raus, glaube ich. Manche Schüler sind hier schon stolz, wenn sie die Einwohnerzahl der Vereinigten Staaten wissen und die weiß sogar ich als Europäer. Gestern meinte sogar jemand, es sei nicht Ted Kennedy, sondern George Bush senior gestorben. Unglaublich. Bei Mathe weiß ich nicht, ob ich wirklich was Brauchbares lernen kann. Wir machen jetzt Matrixe, was wir zwar in Deutschland hatten, aber da Frau Friedrich es bei uns nur kurz erwähnt hat, denke ich nicht, dass es bei uns von Belang sein wird. Trotzdem versuche ich mal die Sachen halbwegs zu verstehen, dass ich nicht jedes Detail wissen muss, macht die Sache natürlich einfacher. In Englisch sind wir im schwächeren Kurs, also sitzen wir dort mit Mexikanern, Jamaicern und anderen Einwanderern, sowie 1-2 netten, aber etwas blöd wirkenden Amerikanern. Die Lehrerin ist ziemlich nett und will von den Schülern nur, dass sie mit Interesse Bücher lesen in ihrem Unterricht und darüber kurze Texte schreiben. Kann nicht schaden und ist nicht schwer, also warum nicht. Dass ich in MS Office ganz gut bin, habe ich ja schon erklärt. Aber manche hatten sogar Probleme die Schriftgröße zu ändern.

Das Mittagessen in der Schule beeinhaltet für 2 Dollar mehr als ich dachte. Es gibt immer 5-6 Angebote, sodass ich heute eine nicht allzu große, aber auch nicht geizige Portion Pizza, sowie Salat und Orangensaft hatte. Außerdem gab es noch eine Art gesüßten Fruchtpudding. Zuhause gab es heute sogar etwas sehr Gesundes: Hackfleischkuchen mit Salat und Wasser. Nach der Schule ist weiterhin (bis Ende Oktober) jeden Tag Fußballtraining, aber bald startet die Saison, sodass ich nicht um 14:15 wie derzeit, sondern erst um 15:15 vor Ort sein muss und so nach der Schule wohl immer kurz nach Hause kann. Die Wochenenden sind größtenteils auch frei. Wenn ich nicht spielen darf, dann werde ich trotzdem den Großteil der Spiele verfolgen, ich denke das gehört sich so, wenn man auch mittrainiert. Aber vielleicht kann ich ja mal eins auslassen (ich meine dass ich nicht zuschaue), wenn ich wirklich eine Pause brauche. Ist also schon dafür gesorgt, dass es nicht zu viel wird. Und selbst wenn ich spielen darf, bin ich wahrscheinlich eh die ganze Zeit auf der Bank. Da nächste Woche die Saison startet bedeutet das für mich nur noch 3-4 Trainings pro Woche und kein Spiel (es sei denn Brian der 1. Torwart verletzt sich wie heute geschehen - denke nicht, dass es zu schlimm ist). Wenn ein Spiel ist, ist logischerweise kein Training und es gibt recht viele Spiele auch unter der Woche. Ich werde also nicht jede Woche 5 Trainings haben, ich glaube diese Woche ist die Einzige.

 Gerade haben wir noch einen Film geguckt, jetzt schreibe ich hier schon wieder 20 Minuten. Da ich für Geschichte noch 7 Seiten in dem Bibelgeschichtsbuch lesen muss, mache ich mal Schluss.

Bis demnächst, bald und irgendwann, 

schöne Grüße nach Deutschland

Tobias

Erster Schultag und ruhiger Sonntag

Nachdem ich am Sonntag mit dem Blogeintrag fertig war gab es Mittagessen und danach sind wir zur Mutter meiner Gastmutter, also der Oma der Gastgeschwister gefahren. Nachdem sie 10 Minuten lang mit meiner Gastmutter diskutiert hatte, bekam jedes Kind 25 Dollar als Scheck von ihr als Schulstartsgeschenk. Ich glaube der eine hat es für Benzin, der andere für ein Rucksack und die Kleinste für bisher noch nichts ausgegeben. Naja, jedenfalls haben wir nachher im Garten bei der Oma (die ein sehr schönes Haus hat) Baseball gespielt. Schon komisch wenn ein Ball mit 95 km/h auf einen zugeschossen kommt und man nur einen Lederhandschuh zum halten hat. Ich war aber nicht schlecht fand ich. Trotzdem wohl eher ne kleine Nummer verglichen mit den amerikanischen Kindern. Abends gab es dann Hot Dogs und eine Art von Burgern, wo ich den Unterschied zu normalen Cheeseburgern noch nicht ganz verstanden habe. Ich glaube das Fleisch hat etwas mehr Konsistenz. Das Getränk, das mit einer dicken Bulldogge vorne drauf verziert war, und nach Kinderzahnpasta schmeckte habe ich dann aber nicht weiter probiert, sondern mich mit Orangensaft und Wasser begnügt. Um kurz vor 10 bin ich Anbetracht des immer noch kräftezährenden Jetlags dann aber ins Bett gegangen, da ich auch schon um 6 Uhr aufstehen musste. Um 10 nach 6 war ich geduscht und angezogen. Um Halb 7 eigentlich schon startklar, musste aber noch rund 20 Minuten warten, bis wir unterwegs waren. Schon komisch, hier fährt jedes Kind über 16 mit dem Auto zur Schule, es gibt einfach keine Fahrräder.. Vielleicht ein paar gelbe Busse, aber nicht mehr. Es ist wohl eine Art Fahrgemeinschaft, jedenfalls holten wir jemanden ab, von dem wir morgen auch mitgenommen werden. Ich muss sagen, bevor ich in die Schule gegangen bin, war ich schon nervös. Um 7 30 fängt die erste Stunde an, also waren wir um 20 nach 7 drinnen. Es gibt nur eine Pause, die länger als 4 Minuten ist, das ist die 20 minütige Mittags(!!!)-Pause um 10(!!!) Uhr. Sonst gibt es 4 90-minütige Fächer. Ich hatte einen Termin um 9:30 um mich eintragen zu lassen, sodass ich so lange Tim (der einen Jahrgang unter mir ist) gefolgt bin. Die erste Stunde war im Fach "Windows XP" und wir mussten schnell tippen. Ich war der Schnellste, hatte 61 Wörter pro Minute, aber einen Fehler zu viel, sodass mir 15 Wörter abgezogen wurden und ich nicht mehr war, als Durchschnitt. Ich musste mich bei jedem Lehrer einzeln vorstellen, weil ich natürlich noch auf keiner Liste stand. Also wusste direkt jeder wer ich bin, also war das gar nicht so schlecht. Nach dem Schnellschreibewettbewerb (ich verstehe immer noch nicht den Riesenlernsinn davon) durften wir dann das Wetter oder "the latest news" nachgucken, was darin endete, dass die meisten Kinder mit dem Handy spielten oder auf alle Seiten gingen, nur nicht auf die, die wir besuchen sollten. Die Lehrer schien das nicht groß zu stören.

2. Stunde war Spanisch. Die Spanischlehrerin hat einen anderen Job angenommen, wovon allerdings die Schulleitung erst heute erfuhr, also verbrachten wir 2 Stunden damit Baseball zu gucken (Fernseher sind überall montiert). Danach gab es dann das erste Mal richtigen Unterricht in meinen Augen bei Mr. Baxter, der ungefähr so breit wie hoch (1,95m vielleicht) ist. Er stellte sich vor und sagte neben seinem Namen nur noch: "Anybody fan of the Yankees here? If - you would not be able to pass any exam though" und dann lachte er. Jeder Lehrer hat hier seinen Klassenraum, und er hatte alle Wände mit Red Sox Postern voll. Im Prinzip war er ein Mann wie Onkel Vernon ohne Haare in nett. Dann mussten wir einen Satz schreiben, was wir Mr. Baxter immer schon mal sagen wollten. Ich habe einfach geschrieben, dass ich ihn erst seit 10 Minuten kenne und nichts dazu sagen kann und das schien auch nicht die falsche Antwort zu sein. Ich hoffe nur, dass nicht alle Geschichtsstunden so ablaufen. Was ich ganz vergessen habe ist, dass ich in der Spanischstunde nach unten musste um mich eintragen zu lassen. Ich habe das erste Mal seit Donnerstag Lorena gesehen. Schien alles okay zu sein so weit. Mitten in der Geschichtsstunde jedenfalls gab es Essen. Man konnte es zwar essen, aber es war nichts Dolles. Ein Cheeseburger und Kartoffelpüree mit Kakao für 2 Dollar.

Mathe war die letzte Stunde. Wir haben Aufgaben bekommen, mit denen Herr Gräfe uns im 7. Schuljahr das erste Mal konfrontiert hat und ich hatte damals schon eine 1. Unglaublich einfach. Ungefähr das Niveau von "7x+5=12". Die Lehrerin wollte auch nicht wirklich verstehen, dass ich morgen nicht mehr im Kurs sein würde und gab mir brav Buch und Heft und schrieb meinen Namen auf. Als ich es zum 4. Mal erklären wollte lächelte sie nur und sagte "You´ll be alright". Es lag aber nicht an meiner Ausdrucksweise, dass sie es nicht verstanden hat, denn jeder um mich herum hatte mich verstanden und wollte es ihr erklären. Naja, ich hab den ganzen Kram einfach liegenlassen und bin nach der Schule schnell zur riesigen Turnhalle gegangen und habe mich dann dort zu den anderen Fußballspielern gesellt und mich umgezogen. Das Training ist im Gegensatz zum bisherigen Unterricht (der nur ansatzweise zu gefallen wusste) sehr gut. Man lernt wirklich viel, wobei ich als angehender Ersatzkeeper mehr für die Beschäftigung an sich mitmache. Aber wer weiß, vielleicht muss oder darf ich ja doch spielen. Wir haben auch Trikots, Taschen, Flaschen, Stutzen und Trainingsanzüge mit dem Schullogo bekommen, heute. Auf meinen Sachen ist überall eine 22, also denke ich ist das die Rückennummer, die man mir gegeben hat. Und das, obwohl ich nicht mal eine Spielgenehmigung habe, bisher. Naja, um 6 Uhr war ich dann zuhause, wo ich erst mal nach den Vuelta-Ergebnissen und den E-Mails geguckt habe. Danach kamen 2 von Matthews Freunden zum Abendessen, also gab es schon wieder Hot-Dogs und dieses mal Kartoffelsalat. Seitdem die beiden weg sind, liege ich jetzt im Bett und schreibe.

Schönen Gruß nach Kleve und wo immer sonst hin

 Tobias 

 P.S.: Ich habe bisher leider erst 1 Bild gemacht, von dem ich nicht behaupten würde, dass es sich lohnt, es hochzuladen. Ich mache spätestens am Wochenende mal welche vom Haus oder dem Zimmer und lade sie hoch.

Anstrengende Reise und erstes Wochenende

Seit Donnerstag Ortszeit 14:42 bin ich jetzt in Amerika. Um 5 Uhr war ich am Donnerstag in Kleve aufgestanden, zu einer Zeit als die Gastfamilie, wie sich später herausstellte NOCH vorm Fernseher saß, das vielleicht mal als Verdeutlichung der harten Zeitverschiebung. Wir wurden dann also rechtzeitig abgeholt und waren nach einer teils sehr rasanten Fahrt um kurz nach 9 in Frankfurt. Durch das Online Check-In hatten wir den großen Vorteil unser 82 Kilogramm schweres Gepäck unmittelbar nach unserer Ankunft ohne Anstehen abzugeben. Das ist ein Lufthansa-exklusiver Service, glaube ich. Dann sind wir zum Gate und Lorena und ich haben uns von ihren Eltern verabschiedet. Jetzt mussten wir 1 Stunde warten, bis wir unsere Pässe kontrollieren lassen durften. Kaum zu glauben wie lang eine Stunde sein kann, wenn man nichts zu tun hat, außer ein bisschen zu erzählen. Die Kontrollen konnten wir alle reibungslos passieren, sodass wir - wenn nicht das Abfluggate geändert worden wäre - fast als Erste ins Flugzeug hätten steigen können. So waren wir - naja nicht zu spät - aber auch nicht frühzeitig an Bord. Der Flug war langweilig und eng, aber ich denke damit muss man wohl leben, wenn man nicht 300€ mehr zahlen will. Das Essen an Bord war sehr lecker, wobei man vom Service her wirklich nicht klagen konnte. Nac einer für Boston wohl typischen äußerst harten Landung mussten wir dann die Einreisefragen und Fingerabdrücke abgeben bzw. beantworten. Mir wurden im Gegensatz zu Lorena erstaunlich viele Fragen gestellt, aber reingelassen hat man mich schlussendlich trotzdem. Ich führe ja auch nichts Böses im Schilde. Dann wurden wir von Jennifers Vater abgeholt. Das Verstauen des Gepäcks erwies sich in dem neuen Ford Mustang als etwas problematisch, da der Kofferraum doch arg klein war. Die Fahrt nach Fitchburg dauerte wegen der Trauerfeier rund um Ted Kennedy ca. 90 Minuten. Barack Obama und alle anderen wichtigen Demokraten oder sogar alle Politiker waren in Boston. In Jennifers Haus, wo ich ja vor 2 Jahren schon mal war, wurden wir dann nacheinander von den Familien abgeholt (Lorena als Erstes).

Die ganze Familie außer dem Gastvater war angetreten um mich abzuholen. Dass der Vater nicht dabei war, lag daran, dass er noch die Fußballmannschaft trainierte. Bevor wir nach Hause gefahren sind, wurde er mir aber mit samt der ganzen Mannschaft vorgestellt und umgekehrt. Im Haus angekommen wurde mir das Haus dann kurz gezeigt. Es ist recht groß und wirklich schön, vor allem der Garten ist klasse (Pool etc). Nachdem ich meine Sachen ausgepackt hatte, hatte ich dann um halb 10 die Gelegenheit etwas zu essen. Ein Original-Cheeseburger mit Fleisch auf dem Rost gebraten. Welten besser als von den in Deutschland verbreiteten Burgerketten. Und das, obwohl das Fleisch nicht mal von einem Amerikaner gekocht wurde. Naja, vielleicht sind die Deutschen ja noch bessere Griller oder vielleicht hat die Nationalität gar keinen Einfluss. Wer weiß..

Um kurt nach 11, also 24 Stunden nachdem ich aufgestanden war, bin ich dann schlafen gegangen. Höchste Zeit - um 9 Uhr am nächsten morgen war das erste Fußballtraining angesetzt. 

Da ich ohnehin wegen der Zeitverschiebung verwirrt um 7 Uhr aufgestanden bin, machte mir die frühe Zeit nichts aus und wir fuhren um 8 Uhr los, sodass Werner noch alles vorbereiten konnte. Ich holte mit seinem Assistenzcoach Wasser und bekam dabei einen Eindruck von der gigantischen Schule hier. Scheint so als sei die Turnhalle mehr als 150 Meter lang und es gäbe daneben eine richtige Physiotherapiepraxis oder einen dafür ausgelegten Raum. 

Dort haben wir dann jedenfalls Wasser geholt. Das war auch dringend nötig, denn es standen 2 Stunden knallhartes Konditionstraining an, wo ich schon ein wenig an die Grenzen geraten bin, aber nicht wie 2 Jungen tags zuvor schlapp gemacht habe. Um Halb 12 waren wir dann wieder zuhause. Es gab sehr leckere Suppe (was genau der Inhalt war, weiß ich gar nicht). 2 Stunden ausruhen, erste Halbzeit von Gladbach im amerikanischen Fernsehen gucken (glaube es gibt hier 6 Fernseher... der Größte ca. 40 Zoll) und um 15:10 wieder los zum nächsten Training (dieses Mal 3 Stunden). Schon ein wenig besorgt, dass es wieder nur 3 Stunden Konditionstraining werden würden habe ich also meine Sachen zusammengepackt. Es wurde kein Konditionstraining. Wir haben uns erst aufgewärmt und dann nach recht kurzer Zeit ein Trainingsspiel angefangen, in dem ich Torwart war und meine Sache wie ich finde passabel gemacht habe. Trotzdem erstaunlich wie professionel die Bedingungen hier für ein High School Team sind. Das Team ist aber im Allgemeinen sehr nett. Nunja, nach dem Training war ich natürlich platt, habe mir dann wie zum Frühstück 2 der Brote, die wir holländisches sehr weich sind, genommen und sie mit Erdnussbutter - mit der man die Deutsche nicht vergleichen kann -  gegessen und zusammen mit meinem Gastvater die 2. Halbzeit von Gladbach geguckt. Gestern fiel das Training im Fußball wegen Starkregens dann aus. Es waren eh nur wie sonst auch (freitag war die Ausnahme) 2 Stunden und nicht 5 Stunden angesetzt. Ich hab also sehr lang geschlafen, mittags dann Bayern und Schalke live gesehen und dabei mit dem Vater erzählt. Es war nicht viel los. Mittags bin ich dann mit den beiden sehr netten und lustigen Brüdern gefahren, da der Eine zum Fitnesscenter wollte und der Andere sollte Nudeln und ein Buch für die Schule holen. Ich bin einfach mal mitgefahren um was zu sehen. Es stellte sich heraus, dass das Buch, dass Matthew am Montag braucht, nicht da war und er in die Falle getappt war. Er sollte es schon vor 10 Wochen besorgt haben und jetzt steht er vor einem Erklärungsproblem. Naja, kennt man ja auch aus Deutschland, solche Stories. Der Supermarkt war gigantisch von innen. Man konnte eigentlich alles Erdenkliche kaufen, aber wir haben uns auf Nudeln, Hackfleisch und Soße beschränkt. Scheint hier wohl so üblich, entweder Großeinkäufe für 200$ oder nur das, was man essen will. Nachdem wir die Nudeln hatten, haben wir den 3 Jahre jüngeren Tim wieder vom Fitnesscenter abgeholt und sind nach hause, wo wir dann die Beerdigung von Ted Kennedy verfolgt haben. Schien ein ziemlich emotionaler Moment zu sein, den ich aus der Ferne und in meinem Alter natürlich nur schwer nachvollziehen kann.

Nach dem Abendessen habe ich dann im Tischtennis 2:1 gegen den Gastvater verloren. Die Platte steht unten, es war ziemlich eng, der Schläger nicht gut, aber vor allem der Gegner erstaunlich stark. Wir haben nach alten Regeln bis 21 gespielt (21:16;21:23;23:21) man sieht also es war sehr eng. Er wollte mich noch im Playstation spielen herausfordern. Mal schauen, ob ich wenigstens in diesem meinem Spezialgebiet die Oberhand behalten kann. Der Rest ist schnell erzählt. Ich bin danach ins Bett, heute um kurz vor 10 aufgestanden und schreibe jetzt seit einer Stunde hier an diesem Text. Die Familie ist echt nett, hat sich übrigens auch sehr über die Geschenke, insbesondere über Nutella sehr gefreut. Scheint auch unbezahlbar zu sein, hier. Ebenso sind die Gummibärchen sehr gut angekommen, was ich jedenfalls aus dem Essverhalten der nächsten halben Stunde schloss.

Ich glaub ich müsste fürs Erste jetzt alles erzählt haben.  Schöne Grüße

 

Tobias

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